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Legenester für Hühner bringen viele Vorteile

Legenest im HühnerstallLegenester sollten zur Grundausstattung in der Hühnerhaltung gehören, da sie sowohl Ihnen als auch dem Huhn einen hohen Komfort bieten. Zwar legen die Tiere auch ohne die Nester Eier, jedoch müssen diese oftmals mühevoll gesucht werden. Sie müssen täglich den Hühnerstall und das Außengehege ablaufen und jedes einzelne Ei auflesen. In einem Legenest werden die Eier in einem Behältnis, beispielsweise einer Schublade, aufgefangen. Somit ist nicht nur die Sicherheit der Eier gewährleistet, sondern Sie sparen sich auch noch Zeit beim einsammeln der Eier. Im Folgenden finden Sie hilfreiche Tipps für Legenester in Ihrem Stall.

Tipps für die Auswahl der Legenester

  • 1. Viele Legenester sind mit einem schrägen Dach ausgestattet. Durch diese bauliche Maßnahme wird verhindert, dass die Hühner auf dem Dach aufsitzen.
  • 2. Bei der Auswahl von Legenestern müssen Sie darauf achten, dass die Gefahr von Brucheiern reduziert wird. Rollen die Eier aus dem Nest hinaus, dann können sie in einer gepolsterten Schublade aufgefangen werden.
  • 3. Ein weiterer wichtiger Punkt ist der Bedienkomfort. Lässt sich die Schublade von verschiedenen Seiten aus bedienen, dann haben sie oftmals auch die Möglichkeit, das Legenest auch einzubauen und somit platzsparend anzubringen.
  • 4. Besonders praktisch sind Legenester, die über eine automatisch verschließbare Klappe verfügen. Sie können somit die Nester auch für die Nachzucht nutzen. Soll gebrütet werden, dann sind einzelne Legenester von Vorteil. Sie bieten den Hühnern genügend Ruhe und fördern das Brutverhalten.
  • 5. Sie benötigen nicht für jedes Huhn ein einzelnes Legenest. Je nach Hühnergröße können für 3 bis 5 Hühner ein Nest kaufen. Die Tiere bevorzugen sogar oftmals die Stellen zum Eier legen, welche zuvor von anderen Hühnern genutzt wurden, da sie sich dadurch sicher fühlen.

Einzelnest oder Gruppennest – Vorteile und Nachteile

Wenn das Ziel der Hühnerhaltung ein möglichst hoher Ertrag an Eiern ist, dann sind Gruppennester eine gute Wahl. Sie bieten vielen Hühnern geeignete Stellen zum Eierlegen und nehmen nur wenig Raum ein. Allerdings ergeben sich Nachteile, wenn Sie züchten möchten. Haben Sie ein Einzelnest, dann können Sie das Huhn samt dem Gelege zum dafür vorgesehenen Brutplatz transportieren. In einem Gruppennest ist dies nicht ohne weiteres möglich. Somit hängt die Entscheidung für ein Einzelnest beziehungsweise einem Gruppennest von der Zielsetzung ab. Eine Besonderheit stellen Fallnester dar. Sie sind auch als Kontrollnester bekannt, da sie es der Henne unmöglich machen, das Nest zu verlassen, sobald diese ein Ei abgelegt hat. Sie können somit jedes Ei der richtigen Henne zuordnen, was für die Zucht entscheidend ist.

Welche Punkte muss ich bei der Platzwahl und der Größe berücksichtigen?

Legenester für HühnerWenn Sie sich für ein Einzelnest entscheiden, dann muss dieses mindestens über die Abmessungen 30 cm x 40 cm x 40 cm verfügen. Handelt es sich um besonders kleine Hühnerrassen, dann ist gegebenenfalls auch die Größe 30 cm x 30 cm x 30 cm ausreichend. Bringen Sie die Legenester in einer Entfernung von 80 Zentimetern über dem Boden an. Hohe Plätze sind bei den Hühnern sehr beliebt, führen jedoch zu Einstiegsproblemen. Durch eine Leiter erleichtern Sie den Zugang. Sie können die Einzelnester nebeneinander, aber auch übereinander anbringen. Beachten Sie allerdings, dass in einer Reihenanbringung alle Nester gleich beliebt sein werden, während bei unterschiedlich hoch hängenden Nestern die oberen Plätze vermehrt in Anspruch genommen werden.

Gestalten Sie nach Möglichkeit den Platz unter den Nestern hell, sodass die Hühner dort keine Eier ablegen möchten. Der Innenraum der Nester darf dunkel gehalten sein, sodass die Hühner sich geschützt fühlen und zur Eiablage angeregt werden. Neben Einzelnestern werden im Handel auch Gruppennester angeboten. Hühner schätzen die Gesellschaft bei der Eiablage, sodass ein Gruppennest von dieser Sichtweise her von Vorteil ist. Um allen Tieren ausreichend Platz zu bieten, sollte das Nest mindestens 1 m x 50 Zentimeter groß sein. In einem Gruppennest nehmen rund 7 bis 10 Hühner Platz, die genaue Anzahl hängt von der Größe ab. Befinden sich in einem Nest bereits viele Eier, dann kann dies die Brutbereitschaft anregen.

Wie schütze ich die Eier?

Die Eier müssen gegen verschiedene Gefahren geschützt werden. Zum einen dürfen sie nach dem Legen nicht zu Bruch gehen. Daher müssen Sie auf sichere Boxen beziehungsweise Schubladen achten. Ein weiterer Punkt ist der Zugang zu Gruppennestern. Sind hier Stangen vor dem Eingang angebracht, dann erlangen die Hennen nicht nur leichter Zutritt zum Innenbereich, sondern die Eier sind zudem gegen ein versehentliches Zertreten geschützt. Eine dritte Gefahr ergibt sich durch freilebende Tiere. So besteht das Risiko, dass Füchse Zugang erhalten. Der beste Schutz ist es, bei der Auswahl des Standortes auf eine geschützte Lage zu achten. Wenn Sie das Legenest in einem gut umzäunten Gehege anbringen, dann können Tiere keinen Zugang erhalten. Auch direkt im Stall angebrachte Nester lassen sich gut beschützen. Achten Sie darauf, dass weder die Vorderseite noch die Rückseite ungeschützt ist.

Welche Vorteile bieten Matten in den Legenestern?

Der Innenraum von Legenestern kann auf verschiedene Arten gestaltet werden. Oftmals sind Kokosmatten oder Matten aus Kunststoff vorhanden, die über ein Loch verfügen. Dadurch wird das Ei an seinem Platz gehalten. Spezielle Warmhaltematten hingegen bieten einen hohen Komfort an. Demgegenüber stehen Einwegmatten. Sie sind besonders hygienisch, da sie regelmäßig ausgetauscht werden. Matten sind keine Pflicht in den Legenestern, Sie können sich auch für ein Einstreu aus klein gehäckseltem Stroh entscheiden. Die Vorteile liegen in den günstigeren Kosten, allerdings ist der Aufwand für die Reinigung höher. Verwenden Sie Farnwedel als Einlage, dann werden oftmals auch gleichzeitig Parasiten ferngehalten.