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Hühnerställe und Futterspender selber bauen

Beim Bau von Hühnerställen und Futterspendern müssen Sie einige Punkte beachten, um für eine sichere und artgerechte Konstruktion zu sorgen. Gerade der Stall bedarf einer durchdachten Planung, welche den Standort, die Größe und die Bauform berücksichtigt. In unserem Ratgeber erfahren Sie, welche Faktoren für den Bau entscheidend sind und ob sich der Kauf eines mobilen Modells lohnt.

Die optimale Größe für den Hühnerstall

Eine der grundlegenden Fragen beim Bau von Hühnerställen ist die Größe. Sie ist im Allgemeinen von der Hühnerrasse und der Anzahl der Tiere abhängig. Die Größe des Stalls bezieht sich hierbei sowohl auf die Grundfläche als auch auf die Fläche der Fenster. Nur durch die optimale Wahl einer Mindestgröße können Sie den Tieren ein artgerechtes Leben ermöglichen. Es werden für mittelgroße Rassen folgende Maße empfohlen:

  • Halten Sie maximal 3 Hühner, dann ist ein 1 Quadratmeter ausreichend. Verwenden Sie als Fenster eine Plexiglasscheibe und setzen Sie diese so ein, dass sie gleichzeitig auch als Tür dient.
  • Bei 4 bis 6 Hühnern müssen Sie eine Grundfläche von rund 1,8 Quadratmetern einplanen. Bringen Sie außerdem ein Fenster an, welches über eine Fläche von rund 0,3 Quadratmetern verfügt.
  • Wenn Sie 7 bis 10 Hühner halten, dann sollte der Stall über eine Grundfläche von rund 2,3 bis 2,5 Quadratmeter verfügen. Die Fenster sollten rund 0,4 bis 0,6 Quadratmeter groß sein, abhängig von der Hühnerzahl. Je mehr Tiere Sie halten, desto größer müssen die Fensterflächen sein.
  • Wenn Sie 11 bis 15 Hühner halten, dann ist eine Wohnfläche von circa 3,3 Quadratmetern ausreichend. Das Fenster sollte über eine Fläche von rund 1 Quadratmeter verfügen.
  • Auf einer rund 8,33 Quadratmeter großen Fläche finden bis zu 25 Hühner Platz. Planen Sie für das Fenster eine Größe von 1,5 Quadratmetern ein.

Der Schutz der Tiere ist wichtig für das Überleben

Hühner sind im Außenbereich verschiedenen Gefahren ausgesetzt. Der Stall beziehungsweise das Gehege dient nicht nur als Wohnort für die Tiere und verhindert, dass diese das Gelände auf eigene Faust verlassen, sondern stellt auch gleichzeitig einen Schutz vor wild lebenden Tieren dar. Sei es der Fuchs oder ein anderes Tier, schnell ist dieses durch ein zu offen gestaltetes Gitter gelangt. Daher müssen Sie darauf achten, von allen Seiten für eine geschlossene Form zu sorgen. Vögel können von oben angreifen und Füchse zwängen sich durch Zäune, die sich leicht auseinanderdrücken lassen. Der Stall selbst sollte mit verschließbaren Türen ausgestattet sein.

Mobiler oder fester Stall?

HühnerstallDie Auswahl des richtigen Standortes ist sehr wichtig. Die Hühner müssen gegen die pralle Sonne geschützt sein und auch Witterungseinflüsse sollten keine Schäden am Stall hinterlassen. Gleichzeitig muss gewährleistet sein, dass wilde Tiere möglichst wenig Zugang erhalten. Sind Sie sich über den Standort noch nicht sicher, dann bietet sich der Bau eines mobilen Stalls an. In diesem Fall haben Sie auch nach der Fertigstellung noch Variationsmöglichkeiten und können sich nach Belieben für die optimale Position entscheiden. Allerdings ergibt sich bei mobilen Hühnerställen auch ein Nachteil. Sollte der Boden uneben beziehungsweise hügelig sein, dann ist es im Allgemein schwer, für einen sicheren Stand zu sorgen.

Selbst gebaute feste Ställe passen Sie dem Boden an, sodass Sie Unebenheiten bereits während des Baus ausgleichen. Beim Selbstbau haben Sie ebenfalls die Möglichkeit, einen mobilen Stall zu konstruieren, dies ist jedoch etwas aufwendiger, da eine höhere Stabilität gefordert ist. Durch das Bewegen des Stall wirken größere Kräfte. Allerdings wirkt sich ein mobiler Hühnerstall auch positiv auf die Gesundheit der Hühner aus. Die Tiere verändern durch das intensive Picken innerhalb kürzester Zeit den Boden und es ist schwer, für ein gesundes Wachstum des Grüns zu sorgen. Außerdem steigt die Gefahr der Bildung von Krankheitskeimen. Haben Sie die Möglichkeit, den Standort zu wechseln, dann beugen Sie diesen Risiken vor und erhöhen die Bodenqualität, was zu einer Verbesserung der Gesundheit führt.

Vorteile und Nachteile vom Eigenbau in der Übersicht

  • Sie passen den Stall genau an die Bodenbeschaffenheit und die Anzahl der Hühner an.
  • Sie können das Design des Hühnerstalls genau nach Ihren Wünschen auswählen.
  • Der Stall kann fest im Boden verankert werden.
  • Es ist ein hoher Zeitbedarf notwendig.
  • In gekauften Hühnerställen sind bereits alle notwendigen Bereiche, wie Bruthäuser, integriert.
  • Die fertigen Varianten sind oftmals günstiger im Einkauf als beim Selbstbau, was überwiegend auf die notwendigen Ausgaben für Holz zurückzuführen ist.

Die 3 besten Häusertypen für den Eigenbau

1. Der Bauwagen

Der Bauwagen gehört zu den beliebtesten Varianten. Allerdings müssen Sie bei der Konstruktion einiges beachten. So gilt es zunächst einmal, Lüftungslöcher und Belüftungsschlitze zu entdecken und zu verschließen. Die Tiere dürfen keinem Zug ausgesetzt sein. Stattdessen müssen Sie ein oder zwei Fenster einbauen. Der Vorteil liegt in der Tatsache begründet, dass die Wagen bereits über die passende Bereifung verfügen und somit mobil sind.

2. Der Wohnwagen

Der Umbau eines Wohnwagens ist ebenfalls möglich. Er verfügt ebenfalls über Räder, wodurch sich der Standort jederzeit ändern lässt. Fenster sind oftmals bereits vorhanden, was die Arbeit erleichtert. Wichtig ist, den Innenraum tiergerecht zu gestalten und vor allem dafür zu sorgen, dass die Reinigung problemlos möglich ist.

3. Der klassische Hühnerstall im Eigenbau

Bauwagen und Wohnwagen haben zwei große Nachteile: Sie sind relativ groß und sehen meistens nicht besonders hübsch aus. Wer ausreichend handwerkliches Geschick besitzt, der kann daher einen klassischen Hühnerstall aus Holz selbst bauen. Die Vorteile liegen in der kompakten Größe und in den Möglichkeiten der Designgestaltung. Allerdings werden im Fachhandel bereits viele spannende und komfortable mobile Hühnerställe in ansprechenden Ausführungen angeboten, sodass schnell der passende Stall für Ihr Grundstück gefunden ist.

Eine einfache Bauanleitung für den Futterspender

Material:

  • Blumentopf aus Plastik mit Löchern an der Unterseite
  • passenden Deckel, beispielsweise alter Deckel vom Farbeimer (gründlich gewaschen)
  • Untersatz für den Blumentopf (kann im Bauhandel gekauft werden)

Anleitung:

Hhnerfutter mit Bachflohkrebsen (Gammarus fossarum)1. Schritt: Vergrößern Sie bei Bedarf die Löcher im Eimer. Das Futter muss gut durch die Öffnungen gelangen können, darf jedoch nicht zu leicht aus dem Behältnis fallen.

2. Schritt: Stellen Sie den Blumentopf auf den Untersetzer. Fängt der Untersetzer das Futter auf, dann haben Sie gleichzeitig eine Futterschale gebaut.

3. Schritt: Füllen Sie das Futter in den Eimer und verschließen Sie ihn mit dem Deckel. Sie können einen Stein als Beschwerung drauflegen, müssen allerdings darauf achten, dass die Hühner diesen nicht herunterschubsen können.

Tipp: Wenn Sie den Blumentopf mit Hilfe von Seilen aufhängen, dann gelangt mehr Futter heraus.

Ob Sie sich für die gekauften oder selbst gebauten Varianten entscheiden, hängt von den persönlichen Vorlieben ab. In beiden Fällen bieten Sie den Tieren einen artgerechten Unterschlupf.